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Rund 4.300 Menschen in Südtirol mit ME/CFS – aktuelle Schätzungen

1 Min. Lesezeit

Das Nationale Referenzzentrum für postvirale Syndrome in Österreich hat in einer kürzlichen Publikation die Häufigkeit von ME/CFS auf 0,7 bis 0,8 % der Bevölkerung geschätzt. Diese Schätzung basiert auf internationalen Studien zur ME/CFS-Prävalenz in der Bevölkerung sowie auf Zahlen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in Deutschland.

Die Autorinnen merkten außerdem an, dass diese Zahlen je nach Status der Infektionsprävention und der Anzahl jährlich Neuinfizierter weiter steigen werden.

Schätzungen für Südtirol

Wie viele Betroffene gibt es?

Südtirol hat rund 539.386 Einwohner (Stand 2024). Rechnet man mit einer Häufigkeit von 0,8 %, ergibt sich:

  • Rund 4.300 Menschen in Südtirol sind schätzungsweise von ME/CFS betroffen.

Schweregrade und Lebensrealität

  • 65 % sind überwiegend nicht mehr arbeitsfähig. Etwa 2.800 Personen in Südtirol.
  • 20 % sind überwiegend haus- oder bettgebunden. Etwa 860 Personen in Südtirol.

Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf für eine spezialisierte medizinische Versorgung und ein flächendeckendes Unterstützungsnetz für ME/CFS-Betroffene in Südtirol.